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Energiewende

Energiewende im Landkreis Göttingen

Zügige Energiewende bringt Landkreis Göttingen auf die Gewinnerseite

1. Der Ausstieg aus der Atomenergie bis 2020 kann gelingen. Er setzt voraus, dass die Potentiale der Energieeinsparung durch Verbesserung der Energieeffizienz genutzt werden und dass der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt wird. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist aus Gründen der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes unausweichlich; je eher sie erfolgt, desto besser.

2. Die konsequente Energiewende ist nicht nur ökologisch geboten, sondern auch ökonomisch vernünftig, denn die Preise für fossile Energieträger werden spürbar steigen.

3. Lokale und regionale Zielsetzungen (wie das 100-Prozent-Ziel des Landkreises Göttingen bis 2040) unterstützen diesen Prozess wirksam, genauso wie lokale Initiativen und Projekte. Ohne sie wird die Energiewende nicht gelingen.

4. Das 100-Prozent-Ziel wird kleinräumig nicht jede Kommune erreichen können. Je nach Struktur können unterschiedliche Beiträge geleistet werden: Großstädte haben große Potentiale der Energieeffizienz durch Verkehrsvermeidung, Wärmedämmung und im industriellen Verbrauch; ländliche, dünn besiedelte Räume bei der Erzeugung erneuerbarer Energien; Mittelgebirge wie der Harz bei der Speicherung. Deshalb sind neben dem allgemeinen 100-Prozent-Ziel in vielen Städten und Landkreisen regionale 100-Prozent-Ziele sinnvoll, wie etwa in der Metropolregion.

5. Es geht nicht nur um die Erzeugung erneuerbarer Energien, sondern auch um deren Transport und Speicherung, was ohne Eingriff in Natur und Landschaft nicht möglich ist. Wohl aber müssen Eingriffe besonders in sensiblen Bereichen minimiert werden.

6. Die Kommunen insgesamt und vor allem die ländlichen Räume können besonders von der Energiewende profitieren.

7. Der Landkreis Göttingen und Südniedersachsen insgesamt sind auf der Gewinnerseite – eine Chance, die wir nutzen sollten.

8. Kommunalpolitik benötigt Rahmenbedingungen, sie kann aber auch viele Beiträge selbst leisten, wie etwa energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, einschließlich Photovoltaik, Vernetzung regionaler Akteure sowie Aufklärung und Beratung.


 

 
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